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KUNST · 16. Oktober 2026

Mit einem blauen Auge aus Teufels Küche davon gekommen

von admin, Verlegerin
16. Oktober 2026  ·  ca. 6 Min. Lesezeit

Das Thema des Teufels ist schon uralt.

Dieser wird in der Bibel als der fundamentale Gegenspieler Gottes und Versucher der Menschen beschrieben. Er trägt verschiedene Namen: Satan, Mephisto, Beelzebul (Herr der Fliege), Luzifer, Dämon, Monster.

Im Alten Testament bezeichnete der Begriff anfangs oft nur einen allgemeinen Gegner oder Ankläger im himmlischen Hofstaat. Im Neuen Testament wandelt sich das Bild: Der Teufel wird zum klaren, überirdischen Widersacher Gottes und der Gläubigen.

In unserer Gesellschaft versteckt sich der Teufel im krankhaften Narzissmus v.a. in 2 Formen davon. Im verdeckten, sogenannt weiblichen, und im malignen, bösartigen. Mit der bevorzugenden, verwöhnenden Erziehung von sogenannten Goldjungs werden Männer produziert von narzisstischen Müttern mit dem verdeckten, malignen Narzissmus, die gefährlichste Variante von krankem Narzissmus. Verdeckte, maligne Narzissten sind unsicher und haben ein Übermass an Hass. Darum nennt man sie auch Haters.

Das sind Verbrecher mind. gegen die Menschlichkeit. Oft ist auch noch organisiertes Verbrechen dabei mit Geld- & Versicherungsbetrug, Verrat, schwarzmagischen Ritualen wie z.B. Gossip. Aus diesen Jungs werden Psycho- & Soziopathen. Diese Männer haben die Dunkle Triade: Machiavellismus, Narzisstische Persönlichkeitsstörung, Psycho- & Soziopathie, welche sich in ADHS zeigt. 

Viel zu viele CEOs, Chef Exekutierende Offiziere, also Chef-Feldherren, die andere einen Kopf kürzer machen, haben diese Dunkle Triade. Allen voran die Männer des Tiefen Staates.

Es ist die Leitneurose unserer Zeit.

Das Happy End bei Goethe

Im Gegensatz zu Marlowe endet Goethe’s Faust II nicht in einer totalen Katastrophe. Als Goethe den zweiten Teil seines Faust 1832 veröffentlichte, hatte er den Stoff so weit überarbeitet, dass Faust’s Verdammnis dank der Selbstlosigkeit Gretchens abgewendet werden kann.

Nach einer Liebschaft mit Faust bleibt Gretchen schwanger zurück und wird von den Menschen im Dorf ausgegrenzt. Voller Verzweiflung ertränkt sie deshalb ihr Kind gleich nach der Geburt. Als Faust erfährt, dass sie wegen Mordes verhaftet wurde, will er sie mit Magie aus dem Kerker befreien, doch sie lehnt ab. Sie bereut ihre Tat und möchte ihrem Schicksal entgegentreten.

Doch bevor Gretchen’s Seele in die Hölle fahren kann, greift Gott ein. Dank ihrer ursprünglichen Unschuld und Reue rettet er ihre Seele. Sie wiederum rettet Faust. Wie Dante’s Beatrice* führt sie ihn – dank der Gnade Gottes von seinen Sünden erlöst – ins Paradies.

Gerettet ist das edle Gliedder Geisterwelt vom Bösen,wer immer strebend sich bemüht,den können wir erlösen.Und hat an ihm die Liebe garvon oben teilgenommen,begegnet ihm die selige Scharmit herzlichem Willkommen

Beschwörung des Dämonischen am Abgrund der Geschichte: 

Auch Thomas Mann hat mit „Doktor Faustus“ 1947, kurz nach Ende des 2. Weltkrieges, einen Roman über den Teufel herausgegeben. Es ist die Auseinandersetzung mit dem Dämonischen in der Moderne.

Das Leben des deutschen Tonsetzers Adrian Leverkühn gilt als sein schwierigster Roman. Die besondere Herausforderung dieser abgründigen Faust-Erzählung besteht zunächst in ihrem enormen Anspielungsreichtum: Der Text ist auf vielfältige Weise verwoben: historisch mit der doppelten Zeitgeschichte von Erstem und Zweitem Weltkrieg, literarisch in den vielleicht grössten Erzählkomplex der deutschen Literatur, der Faust-Erzählung von der Renaissance bis Goethe, und nicht zuletzt auch philosophisch, theologisch und musiktheoretisch. Um sich diesem so komplexen Textgefüge angemessen anzunähern, ist es daher notwendig, diese historisch-literarisch-philosophischen Kontexte zu rekonstruieren, um zu zeigen, wie Thomas Mann diese auf einen Fluchtpunkt hin verknüpft: Die Wiederkehr des Dämonischen in der dunkelsten Zeit des 20. Jahrhunderts.

Die Rahmen- und Haupthandlung

Die Lebensgeschichte des Komponisten Adrian Leverkühn wird rückblickend von seinem Freund, dem konservativen Altphilologen Serenus Zeitblom, erzählt. Zeitblom schreibt diese Biografie während des Zweiten Weltkriegs (1943–1945), während das Deutsche Reich dem Untergang entgegensteuert. 

Leverkühn, ein hochbegabter und kühler Intellektueller, entsagt der bürgerlichen Welt, um sich ganz der Musik zu widmen. Auf der Suche nach radikaler schöpferischer Freiheit lässt er sich bewusst mit einer Prostituierten (Esmeralda) ein und infiziert sich mit Syphilis. Diese Krankheit raubt ihm zwar die Gesundheit, führt aber zu fieberhaften, rauschhaften Phasen, die er als Steigerung seiner kreativen Genialität empfindet.

Der Pakt und das Dämonische

In einer Schaffenskrise erscheint Leverkühn in Italien der Teufel in Gestalt verschiedener unheimlicher Gestalten. Sie schließen einen Pakt: Leverkühn erhält für 24 Jahre äußerste Genialität und erschafft revolutionäre musikalische Meisterwerke (u.a. die Einführung der Zwölftonmusik), muss dafür aber im Gegenzug für immer in emotionaler Kälte leben. Er darf und kann niemals lieben. Jegliche menschliche Wärme ist ihm vertraglich untersagt.

Der tragische Verfall

Leverkühn isoliert sich zunehmend in seinem abgelegenen Haus in Pfeiffering. Als er den Versuch unternimmt, die Kälte des Pakts durch die Liebe zu seinem kleinen Neffen Nepomuk zu durchbrechen, stirbt das Kind qualvoll an einer Hirnhautentzündung – eine vermeintliche Strafe des Teufels für seinen Ausbruchsversuch.

Leverkühns geistiger Zustand verschlechtert sich rapide. Bei der Uraufführung seines monumentalsten Werkes, der Apocalipsis cum figuris, bricht er am Klavier zusammen und gesteht den Pakt mit dem Teufel. Er verfällt dem Wahnsinn, verliert seine geistigen Kräfte und stirbt schließlich 1940 nach jahrelanger Umnachtung

Kernaussage

Thomas Mann verknüpft die persönliche Tragödie des genialen, aber isolierten Künstlers eng mit dem deutschen Faschismus. Der Pakt mit dem Dämonischen, die Flucht in den Rausch und die radikale Abkehr von der Humanität spiegeln die Verführung des deutschen Volkes und den deutschen «Sonderweg» in die Barbarei wider.

Heute – Hier – Jetzt wissen wir, dass die Barbarei nicht nur in Deutschland zugegen ist und dass auch der 2. Weltkrieg ein vom Tiefen Staat orchestrierter war. 

Die Epoche „Goldenes Zeitalter“ ist aber bereits da. Jeder, der auch aufsteigen will, ist herzlich willkommen. Dazu braucht es nur, dass frau & man bereit ist, seine Ahnen-, Kindheit-, Teenie- & Schock-Traumas selbstermächtigt zu heilen. Denn wo ein Wille ist, ist auch ein Weg – und der Weg ist mehr als das Ziel

INSPIRATION CONTRA MOBBING PRO GESUNDHEIT PRO GERECHTIGKEIT KUNST