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PRO GESUNDHEIT · 15. Juli 2026

Let’s Dance!

von admin, Verlegerin
15. Juli 2026  ·  ca. 6 Min. Lesezeit

Tanz ist vielseitig.

Tanz fasziniert.

Tanz regt das Wachstum der Muskulatur an.

Tanz macht den Körper geschmeidig.

Tanz ist hartes Training.

Tanz treibt literweise Schweiss hervor.

Tanz macht Spass.

Tanz fördert die Konzentration.

Tanz fördert die Koordination.

Tanz verbirgt Geheimnisse, denen man auf die Spur gehen kann.

Tanz führt ins Innere von sich selbst.

Tanz findet Ausdruck ins Aussen.

Tanz befreit.

Tanz ist eben Tanz.

Tanz ist aber auch eine uralte Heilkunst.

Und diese wird heute noch ausgeführt, leider meist nur noch in Volksstämmen der 3. Welt. Aber auch Line Dance gehört dazu und so können wir das auch in der westlichen Welt noch vermehrter aufnehmen ins Programm von Heilung, v.a. von Heilung von kollektiven Traumas wie Mobbing.

Die Schulmedizin hat versagt. Die Tabletten und Pillen, die sie verschreiben, machen abhängig. Es sind Drogen. Im englischen Sprachgebrauch heisst es ja auch „Drugs“. Damit wird das Gehirn vernebelt, ausgetrickst. Die mentale Heilung ist aber die viel Wichtigere, denn das Gehirn ist die Schaltzentrale des ganzen Körpers, sprich aller Organe, Gewebe und Bewegungsapparat. Die Nervenbahnen sind unsere Stromkabel

Tanz zu Musik ist gleichzeitig auch Musiktherapie dank der Schwingungen und Frequenzen, die Melodien aussenden. Beide gehören sie zur Quantenmedizin.

Eine wichtige Persönlichkeit der Tanztherapie ist Trudi Schoop.

Trudi Schoop wurde am 9. Oktober 1903 in Zürich als Tochter von Friedrich Maximilian Schoop (1871–1924) und Emma Olga Schoop geb. Böppli (1873–1959) geboren. Trudi entstammte väterlicherseits einer Familie von Gelehrten, Professoren und Lehrern.Trudi Schoops freidenkende und unkonventionelle Mutter stammte von toggenburgischen Wunderdoktoren» ab und war eine warmherzige Frau mit einem unersättlichen Freiheits- und Lebensdrang. 

Trudi Schoop war das zweite von vier Kindern. Ihr älterer Bruder war der Maler Max, ihre jüngere Schwester die Tänzerin und Bildhauerin Hedi und ihr jüngerer Bruder der Komponist Paul. Die Kinder wurden in einer freien und ungezwungenen Atmosphäre grossgezogen, und die Eltern förderten die künstlerische Entwicklung ihrer Kinder, die alle künstlerische Berufe ergriffen.

Trudi Schoop brachte sich als Autodidaktin das Tanzen weitgehend selbst bei. Im Alter von 17 Jahren trat sie im Pfauentheater ihrer Heimatstadt das erste Mal in einer Solodarbietung auf. Erst später nahm sie auch professionellen Tanz- und Ballettunterricht. Bereits 1921 gründete sie ihre erste eigene Tanzschule.

Trudi Schoop suchte Ende der 1920er Jahre zusammen mit ihrem Bruder Paul verzweifelt nach einer passenden Musik für ihre selbsterfundenen Pantomimen. «Eines Tages setzte sich mein Bruder Paul mit mir hin und begann, meine Ideen in musikalische Sequenzen zu übertragen. Mein Komponist war gefunden!» In den 1930er Jahren komponierte Paul, meist in Zusammenarbeit mit Huldreich Früh (1903–1945), die meisten Ballettmusiken für Trudi Schoops Pantomimen.

In dieser Zeit unternahm Trudi Schoop zahlreiche Tourneen, auf denen sie auch von ihrer Schwester Hedi und der Tänzerin Suzanne Perrottet begleitet wurde, durch europäische Grossstädte wie Berlin, Oslo, Amsterdam, Prag, Stockholm und Paris. 

Aufgrund ihrer starken physischen Komik wurde die Ausdruckstänzerin Schoop oft als weiblicher Charlie Chaplin oder im Humor mit Grock verwandt, gefeiert. 1932 erreichte sie mit ihrer Tanzkomödie Fridolin unterwegs beim renommierten Pariser Grand Concours Internationale de Chorégraphie den zweiten Platz.

Daneben arbeitete sie einige Male als Choreografin und Tänzerin beim Film. Mit der Tanzkomödie Fridolin war Trudi Schoop 1936 für vier Monate in Amerika unterwegs.

Mit Beginn des 2. Weltkrieges löste sie ihre Tanzgruppe auf. Sie selbst engagierte sich zwischen 1941 und 1945 im antifaschistischen Zürcher Cabaret Cornichon. Nach Kriegsende firmierte sie für kurze Zeit ihre Tanzgruppe neu und ging abermals auf Tournee – diesmal durch die Vereinigten Staaten von Amerika. 1948 löste sie die Tanzgruppe endgültig auf und beendete zugleich ihre Bühnenkarriere.

Wenige Jahre später siedelte sie nach Kalifornien über. Dort widmete sie sich ganz der Aufgabe, psychisch gestörte Menschen durch Tanz positiv zu beeinflussen. Diese Wirkung des Tanzes auf Psychosen hatte sie in ihrer Jugend selbst mehrfach erlebt.Als Therapeutin entwickelte sie zusammen mit Tina Keller Jenny die auf C. G. Jung basierende Tanztherapie für chronisch psychotische Menschen entscheidend weiter und gilt neben als eine der «Mütter der Tanztherapie».

Zunächst noch ohne psychologische oder klinische Schulung, arbeitete Trudi Schoop später auch eng mit medizinischen Einrichtungen wie dem Camarillo State Mental Hospital und der Vereinigung UCLA zusammen. Mit ihrer body-ego technique versuchte sie bis ins hohe Alter Menschen aus ihrer Isolation zu holen und ihnen dabei zu helfen, sich selbst zu akzeptieren und Kontakt mit anderen Menschen aufzubauen.

Einige Jahre vor Trudi Schoops Tod drehte die Filmemacherin Claudia Willke zwei Dokumentationen mit und über die Tanztherapeutin: Das Portrait Die Eroberung der Leere (1992) sowie Komm, tanz mit mir (1990), die Trudy Schoop bei der Arbeit mit Patientinnen der Psychiatrie Münsterlingen zeigt.

Hier ein Zitat aus ihrem Buch „Komm und tanz mit mir!“ aus dem Jahre 1974.

„ …, wie glücklich meine Kindheit war. Das ist auch so, zugleich hielten mich bis in meine Mädchenjahre hinein unfassliche Ängste gefangen, die ich durch zwanghafte Handlungen zu beschwichtigen suchte. Diese Ängste waren mein grosses, schreckliches Geheimnis, niemand wusste davon. Meine Mutter erzählte mir später oft, dass ich mich, etwa sechsjährig, stundenlang ins Musikzimmer einschloss und Grammophon spielte. Was tat ich? Ich legte Platten auf, hörte Musik und begann, mich nach ihrer Melodie und ihrem Rhythmus zu bewegen. Ich improvisierte. Es waren Stunden grossen Glücks. Vergessen waren Ängste und Zwänge. Ich fühlte mich lebend, ohne jeden Zweifel an mir und an meinem Da-Sein. Während vieler Jahre schloss ich mich so ein und improvisierte. Nach und nach aber hatte ich das Bedürfnis, meine Gefühle mit anderen zu teilen – mich mitzuteilen. Ich begann, die aus mir herausströmenden Gefühle zu formen, die chaotischen Improvisationen in verständliche Bilder umzusetzen, ich suchte nach einem Anfang, nach einem Ende – nach einer sinnvollen Geschichte. Heute bin ich fest überzeugt, dass über die Improvisation mich vor allem die tänzerische Gestaltung von meinen Seelennöten befreit hat. Ich machte den Versuch, meine Fantasien zu verkörpern, dadurch findet eine Umkehrung statt: Man beginnt, die Fantasien zu meistern, man ist nicht mehr von der Fantasie besessen – man besitzt Fantasie! Die Angst hielt mich nicht mehr gefangen, ich hatte Angst, wenn es notwendig war, Angst zu haben. So glaube ich, dass ich mich gesund getanzt habe.“

Sie verstarb am 14. Juli 1999 in Los Angeles.

Let’s go in eine Zukunft, wo Tanzen zu unserem Leben gehört.

Anhand Ready – FOCUS – Go! 

Dank Follow On Course Until Success – Simples Training im Alltag des Lebens.

INSPIRATION CONTRA MOBBING PRO GESUNDHEIT PRO GERECHTIGKEIT KUNST