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PRO GESUNDHEIT · 03. September 2026

Das Element Gleichgewicht

von admin, Verlegerin
03. September 2026  ·  ca. 3 Min. Lesezeit

Ein Gleichgewicht ist ein Zustand, in dem sich alle wirkenden Kräfte oder Einflüsse gegenseitig aufheben, sodass ein System oder Körper stabil bleibt und sich ohne äussere Einwirkung nicht verändert. Je nach Fachbereich unterscheidet man zwischen dem körperlichen, mechanischen, chemischen oder wirtschaftlichen Gleichgewicht.

Im Tanzen geht es um körperliches, biomechanisches, biochemisches Gleichgewicht. 

Hier diverse Faktoren, die dazu gehören:

Kräftegleichgewicht: Die Summe aller am Körper angreifenden Kräfte und Drehmomente ist gleich null; der Körper ruht oder bewegt sich gleichförmig.

Stabilität: Man unterscheidet stabiles (beim Anstoßen kehrt der Körper zurück), labiles (der Körper kippt um) und indifferentes Gleichgewicht (der Körper bleibt in neuer Lage).

Körperliche Balance: Ein stabiler Zustand des Körpers in Ruhe oder Bewegung, gesteuert durch das Gleichgewichtsorgan im Innenohr (vestibuläres System), die Augen und die Tiefensensibilität.

Homöostase: Die Regulation des inneren Milieus im Organismus (wie Temperatur oder Blutdruck) zur Aufrechterhaltung eines stabilen Zustands.

Im Sport ist das Gleichgewicht (die Gleichgewichtsfähigkeit) neben Orientierung, Differenzierung, Rhythmisierung, Reaktion eine der 5 koordinativen Fähigkeiten. Sie hält den gesamten Körper in einem stabilen Zustand. Bei Lageveränderungen, Bewegungen oder äusseren Einflüssen bringt die Gleichgewichtsfähigkeit den Körper schnell wieder in Balance. 

Es gibt diverse Arten des Gleichgewichts:

Statisches Gleichgewicht: Die Balance im Stand oder beim Sitzen. Den Körper im ruhenden Zustand halten (zum Beispiel beim Handstand oder Einbeinstand).

Dynamisches Gleichgewicht: Das Halten der Balance während einer Bewegung. Den Schwerpunkt während einer Bewegung oder Fortbewegung kontrollieren (zum Beispiel beim Geräteturnen, Skifahren oder Laufen).

Ein gutes Gleichgewicht schützt vor Stürzen und verbessert die allgemeine Rumpf- und Gelenkstabilität.

4 Systeme regulieren das Gleichgewicht in unserem Körper:

Gleichgewichtsorgan: Sitzt im Innenohr und misst Schwerkraft sowie Beschleunigung.

Visuelles System: Die Augen helfen bei der Orientierung im Raum.

Propriozeption: Tiefensensibilität meldet die Stellung von Gelenken und Muskeln.

Zentralnervensystem: Das Gehirn wertet alle Reize aus und steuert die Muskeln.

Chemisches/Biochemisches Gleichgewicht ist das innere Gleichgewicht (Homöostase) von Stoffwechsel, Hormonen und pH-Werten. Das Nervensystem ist im Gehirn gekoppelt mit dem Hormonsystem. Das heisst, auch beim Tanzen wird das biomechanische Gleichgewicht trainiert.

Gleichgewichtstraining im Dance Workout hat sehr viele positive Auswirkungen, in vielen Bereichen des Körpers und des Lebens – und ist praktisch immer und überall ausführbar. Auch nur für 1 Minute, um sich wieder auszubalancieren. 

Denn: äusseres Gleichgewicht = inneres Gleichgewicht.

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