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CONTRA MOBBING · 06. Oktober 2026

Co-Narzissmus

von admin, Verlegerin
06. Oktober 2026  ·  ca. 4 Min. Lesezeit

Die Co-Narzisstin (Empath) – weiblich oder männlich – unterstützt nicht nur die Illusionen des Narzissten, sondern auch ihre eigenen. Und davon hat sie viele: Sie meint, sie müsse die perfekte Tochter, Enkelin, Nichte, Ehefrau, Sex-Partnerin, Mutter, Grossmutter, Tante, Freundin, Mitarbeiterin, Arbeitskollegin, Vereinsmitglied, etc. sein.

Alles, was sie macht, ist formvollendet. Sei es die Unterwerfung oder die Rebellion.

Sie will dafür geliebt werden und wird es trotzdem nicht. Sie erwartet Respekt. Doch auch dieser bleibt ihr verwehrt. Sie lebt mit dem Defizit, mit der Entsagung. Sie überfordert sich permanent, bis sie nicht mehr kann und zusammenbricht.

Wenn sie trotz allem versagt, wird sie fallen gelassen wie eine heiße Kartoffel. Undank ist ihr Lohn. Sie weiß es und nimmt es hin, ausgeliefert und ohnmächtig. Tief in ihrem Inneren ist sie sogar stolz, dass sie so viel Leid ertragen kann. 

Sie nährt sich von Ablehnung, Erniedrigung und weiterem niederträchtigen Verhalten ihr gegenüber. Falls sie keinen Partner hat, macht sie sich selbst fertig und verurteilt sich für alles Mögliche. Sie schämt sich für ihr Denken, für ihr Tun, sogar für ihre Gefühle.

Und das tut sie mit viel Ehrgeiz und Disziplin. Co-Narzisstinnen fühlen sich wohl in ihrer aufopfernden Rolle, obwohl sie das jederzeit abstreiten würden. Die Rolle ist in ihrer Komfortzone angesiedelt. Damit kennen sie sich aus, damit können sie umgehen. Das haben sie ihr Leben lang seit frühester Kindheit gelernt.

Co-Narzissten befriedigen und nähren das Bild des Narzissten. Sie suchen sich zwanghaft einen Narzissten als Partner. Sie sind süchtig nach diesem Gegenüber. Das ist die perfekte, fatale, toxische Verbindung.

Er verzaubert sie mit seiner Ausstrahlung, mit seinem Erfolg, mit seinem Charme. Sein Auftritt ist für sie unwiderstehlich. Sie hält ihm den Rücken frei und ergänzt ihn perfekt. Ein teuflisches Vorbild. Eine solche Beziehung ist immer toxisch und narzisstisch.

Ein männlicher Co-Narzisst verhält sich genauso wie Frauen. Für Männer ist es jedoch noch viel schlimmer zu erkennen, dass sie in einer solchen Beziehung gefangen sind. Sie fühlen sich schwach und schämen sich für ihre Situation noch viel mehr als Frauen. Sie wurden aber von der Mutter in den ersten 3-5 Jahren so konditioniert mit bedingter Liebe.

Im Erwachsenenleben denken die meisten co-narzisstischen Männer, sie können sich niemandem anvertrauen. Also quälen sie sich selber mit dem Thema herum, versuchen die Situation auszuhalten und lassen sich von Narzisstinnen vorführen. Sie gehorchen und leiden still. Gehorsam in Schmerz statt Leben in Fülle.

Co-Narzissten sind genauso Opfer wie Co-Narzisstinnen. Sie brauchen Zugang zu Selbsthilfegruppen und andere Institutionen, an die sie sich in ihrer Not wenden können.

Gemäß C.G Jung sind wir mental stabil, wenn sowohl unsere männlichen wie auch weiblichen Anteile gleichermaßen entwickelt sind. Bei Co-Narzisst*innen herrscht aber ein Ungleichgewicht von Animus und Anima.

Bei Co-Narzissten sind vor allem die männlichen Anteile sehr gut entwickelt. Diese Menschen sind strukturiert, fleißig, erfolgreich, ausdauernd, nach Aussen perfekt, hierarchisch denkend und schmerzgetrieben. Sie fühlen sich stark, wenn sie Schmerz aushalten.

Die weiblichen Anteile hingegen sind schwach oder kaum ausgebildet. Oft wurden sie schon in der Kindheit für ihre Leistung gelobt oder dafür, dass sie tapfer auf die Zähne bissen, wenn sie Schmerzen hatten.

Zu den weiblichen Fähig- & Fertigkeiten gehören: 

Entspannung, Fehler machen dürfen, grosszügig insbesondere sich selber gegenüber sein, sich selbst lieben und geliebt werden, Da-Sein genügt, chaotisch sein dürfen, Urvertrauen, Selbstvertrauen, Intuition, Fühlen, Empathie, Kreativität, Kommunikation, Hingabe und Loslassen.

Diese Eigenschaften werden kaum gelebt. Die Co-Narzisst*innen glauben sogar, dass das schlechte Eigenschaften sind, die man nicht leben darf/soll. 

Genau diese Anteile stärken aber die Betroffenen und führen in die Gesundheit.

Gesunde Menschen lassen sich nicht mobben.

Sie schreiten ein, wenn sie Mobbing sehen.

Gesunde Menschen haben es auch nicht nötig zu mobben.

Sie machen Mobbing nicht mit – die grösste Mobber-Clique.

Sie schauen diesem pietätlosen, menschenunwürdigen, psycho- & soziopathischen Horrospektakel auch nicht zu – die schlimmste Mobber-Gang.

Aber wer schweigt, stimmt zu. Schweigen ist ein Verbrechen, wenn es dem Bösen gilt. Mobbing ist zutiefst unfair, respektlos und bösartig.

Die Heilung des Co-Narzissmus findet über die Heilung der weiblichen Anteile statt. Sprich geheilte Co-Narzisst*innen sind liebende Narzissten, die rassige Rasse der kommenden Epoche: dem GOLDEN AGE.

INSPIRATION CONTRA MOBBING PRO GESUNDHEIT PRO GERECHTIGKEIT KUNST